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Startseite > Artikel > Leitzinsentwicklung in der EU

Artikeldatum: 2011-04-27 | Autor: Antonia Diskreta | Aufrufe: 10437 | Kategorie: Politik

 

Leitzinsentwicklung in der EU

In den zurückliegenden Jahren verharrte der Leitzins der Europäischen Union auf einem tiefen Niveau von einem Prozent.


Davor ist der Leitzins von 4,25 Prozentpunkten auf diesen tiefen Stand gefallen. Der Hauptgrund für diese Rezession des Leitzinses war die Pleite des Unternehmens Lehman Brothers im Jahre 2008. Nun steht seit langer Zeit wieder eine Zinserhöhung, angekündigt vom Chef der Europäischen Zentralbank (abgekürzt EZB), von 0,250 Prozentpunkten an. Immobilienkäufer und Hausbauer haben durch diese Zinserhöhung allerdings nichts zu befürchten. Die längerfristigen Baugeldzinsen sind nämlich nicht an den Leitzins gekoppelt und sind auch somit nicht so drastisch mit gefallen in der nahen Vergangenheit.


Für diese Personengruppe ist die langfristige Entwicklung der Kapitalmarktzinsen entscheidend. Anders als oftmals in der breiten Öffentlichkeit angenommen, stehen also die Baugeldkonditionen und die Leitzinsen nicht in direktem Zusammenhang. Die langfristigen Konditionen, wie beispielsweise die Hypothekenzinsen, werden durch das Gesetz von Nachfrage und Angebot am Anleihenmarkt bestimmt.


 Der Leitzins hat allerdings nur Einfluss auf kurzfristige Marktzinsen, wie Dispo-, Überziehungs- und Festgeldzinsen. Für die Entwicklung der Baugeldzinsen eignen sich als Orientierungsgröße Pfandbriefsätze und Anleihensätze. Die Baugeldzinsen haben Mitte 2009 ihren Tiefstand erreicht. Doch seitdem gehen die Konditionen wieder kontinuierlich nach oben. Der Anstieg beträgt seitdem mehr als 1,2 Prozent. Die Experten sind sich einig, dass diese momentane Entwicklung auch in Zukunft so fortgesetzt wird.


 Die Vorgaben aus Amerika und die steigenden Inflationserwartungen hierzulande werden dafür sorgen, dass die langfristigen Zinsen weiter nach oben getrieben werden. Experten aus der Immobilienbranche raten daher, schnell zu handeln und die niedrigen Zinsen für einen langen Zeitraum zu sichern. So profitieren die Anleger nicht alleine von einer niedrigen Darlehensrate, sondern auch von einer hohen Kalkulationssicherheit.


 Neben den Immobilienhändlern ist auch für Sparer die Leitzinserhöhung von Vorteil. So wird mit steigenden Guthabenzinsen für Festgeldkonten und Tagesgeldkonten gerechnet. Gewerkschaften dagegen machen darauf aufmerksam, dass die Verbraucher auch mit steigenden Dispozinsen und Kreditzinsen zu rechnen haben. Außerdem werde das Wachstum eingedämmt. Damit in Zusammenhang steht ein Rückgang der Nachfrage und damit eine geringere Beschäftigungsquote. Trotz aller Kritiken überwiegt die positive Meinung zur Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank. So wird ein wichtiges Signal für den Verbraucher geschickt, dass die Zentralbank eine unabhängige Bank ist, die keine Interessen der Politik vertritt. Renten, Spareinlagen und Lebensversicherungen bleiben stabil, was wichtig für den Verbraucher ist, der in Zeiten der Finanzkrise schwer verunsichert ist.


Doch die Europäische Zentralbank tritt als verlässliche Konstante auf, deren oberste Priorität die Stabilität des Euros und die Sicherheit der Spareinlagen hat. Die Finanzpolitik der einzelnen Länder soll sich darauf konzentrieren, ihre Finanzen wieder ins Reine zu bringen, sodass die Euro-Länder eigenverantwortlich handeln können. Daher soll die Talfahrt des Euros verhindert werden, damit die Spekulationen an den Finanzmärkten verstärkt werden.


Der andere Weg wäre auf hohe Inflationsraten zu spekulieren, um die eigenen Schulden unkompliziert, einfach und schnell wieder loszuwerden. Doch dies ist nicht der richtige Weg und wird auch von der Europäischen Zentralbank nicht unterstützt. Die Experten rechnen damit, dass die Anhebung des Leitzinses um 0,250 Prozentpunkte nicht die letzte Anhebung sein wird. Die Teuerungsrate liegt in der Europäischen Union derzeit bei 2,6 Prozent, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr, als die Zentralbank als stabile Inflationsrate anstrebt.


Soll die Teuerungsrate um ungefähr 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte abgesenkt werden, so muss der Leitzins mindestens um einen weiteren Prozentpunkt angehoben werden. Jean-Claude Trichet, der amtierende Präsident der Europäischen Zentralbank, hat sich zu weiteren Zinserhöhungen noch nicht geäußert, doch Experten rechnen damit, dass der Leitzins um Jahr 2013 bei 3 Prozent liegen wird. Die EZB setzt die Rückführung der Nothilfen für die einzelnen Banken zunächst ein weiteres Mal aus. Das heißt, dass sich die Banken so viel Geld zum Leitzins leihen können, wie sie möchten. Es war zu prüfen, ob dies auch für Finanzierungsgeschäfte, die nur eine Laufzeit von drei Monaten haben, weiterhin gelten solle. Trichet betonte, dass die Kredithilfen, die in der Finanzkrise eingeführt wurden, in keinem Zusammenhang stehen zu der herkömmlichen Zinspolitik. Es steht sich also nicht entgegen, den Leitzins zu erhöhen und auf der anderen Seite die unkonventionellen Hilfen zugleich weiterzuführen.


 Trichet ist es wichtig, dass es bisher in den Regierungen keine Regeln gibt, die die Währungsunion stärken. Die Vorschläge gehen zwar in die richtige Richtung, sind allerdings nicht ausreichend und werden von den Regierungen abgeschwächt. Trichet hofft in diesem Fall auf schärfere Regeln, die vom Europäischen Parlament verabschiedet werden könnten. Die Europäische Zentralbank vermeldet einen Rückgang des Überschusses von 2,2 Milliarden Euro im Jahre 2009 auf 1,3 Milliarden Euro im darauf folgenden Jahr. Von diesem Betrag diente der größte Teil der Risikovorsorge. Nun ist die Erhöhung des Leitzinses bekannt gegeben worden und zugleich wurde bekannt, dass Portugal, als drittes Land der Europäischen Union, unter den Rettungsschirm der Eurozone kriechen muss, um die eigene Schuldenkrise in den Griff zu bekommen.


Es ist die Frage, ob der Euro die steigende Schuldenlast stemmen kann, oder ob langsam aber sicher ein Dominoeffekt einsetzt und bald Spanien als viertes Land nach Irland, Griechenland und Portugal, die EU um Hilfe bitten muss. Dies führt bei den Menschen zur Verunsicherung. Allein Portugal benötigt 80 Milliarden Euro und die Verbraucher fürchten um ihre Spareinlagen. Die Leitzinserhöhung soll für Sicherung der Preisstabilität für die rund 330 Millionen Menschen der Europäischen Union sorgen. Für Sparer bedeutet die Erhöhung des Leitzinses, dass sie in nächster Zeit mit leicht steigenden Zinsen rechnen dürfen. Für Kreditnehmer werden die Kredite durch die Erhöhung des Leitzinses allerdings teurer.


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